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Jüdische Gemeinde Baden-Baden

Werderstr. 2
76530 Baden-Baden
Tel. 07221/391021

www.ikg-bad-bad.de

 

  Alte Synagoge in Baden-Baden

 in Stephanienstraße 

 

  Architekt: Ludwig Levy,

  1899 erbaut, 1938 zerstört

1267 wurden erstmals Juden in der Markgrafschaft Baden erwähnt. Das 6. Konstitutionsedikt erklärte 1808 die badischen Juden zu "erbfreien" Staatsbürgern, d.h. sie durften Grundbesitz erwerben, Handel und Gewerbe treiben, sowie Staatsämter in Exekutive übernehmen.
Erst nach dem Emanzipationsgesetz von 1862, bekamen Juden die rechtliche Gleichstellung mit den Christen. 1867 wurde ein Israelitischer Betsaal in einem Gasthaus eröffnet. Mit Ludwig Levy hatte die Gemeinde einen Architekten gewinnen können, der schon die Synagogen in Kaiserslautern und Pforzheim erbaut hatte.
10. November 1938 wurde die Synagoge zerstört und 52 jüdische Männer wurden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.1940 wurden mehrere jüdische Familien nach Gurs deportiert.
1947 ordnete die französische Besatzungsmacht einen jüdischen Betsaals in Werderstraße 2 an. Die Wiedergründung der jüdischen Gemeinde war 1956, aber der Betsaal in Werderstraße wurde lange Zeit nicht benutzt, da die für Gottesdienste erforderliche Zahl von 10 Männern fehlte. 1992 wurde erneut der Betsaals eingeweiht.