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Ehemalige Jüdische Gemeinde Bruchsal |
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Alte Synagoge in Bruchsal in Friedrichstraße
Architekt: Jakob Henkenhaf, Friedrich Ebert, 1880/81 erbaut,
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1928 zählte man die Bruchsaler Synagoge zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt und zu den schönsten jüdischen Gotteshäusern überhaupt. Sie war die vierte in der über sechshundertjährigen Geschichte der Bruchsaler Juden. Eine erste Synagoge lässt sich bereits für das Jahr 1344 nachweisen, eine der frühesten im Gebiet des heutigen Baden-Württemberg; vermutlich hat man sie in der Judengasse, das heißt im unteren Teil der späteren Rathaustraße (Blumenstr.3?) zu suchen. Nach wechselvollen Schicksalen der örtlichen Gemeinde ist ein jüdischer Gottesdienstraum danach erst wieder um die Mitte des 18. Jahrhunderts bezeugt. Ein eigenes Gotteshaus wurde sodann 1802 in der nachmaligen Friedrichstraße errichtet. Im Laufe des 19. Jahrhundert war die Gemeinde stark angewachsen und 16. September 1881 wurde die Einweihung der neuen Synagoge gefeiert. Die Entwürfe für die neue Synagoge hatte das Heidelberger Atelier von Jakob Henkenhaf und
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Friedrich Ebert geliefert. In geradezu verblüffenden Übereinstimmungen mit der Karlsruher Synagoge (1872) gaben sich die Baumeister dabei als Schüler Josef Durms zu erkennen. Deutliche Anklänge an die italienische Renaissance waren hier wie dort nicht zu übersehen; freilich wirkte der Bruchsaler Bau in seinen klaren Formen klassischer und strahlte eine angenehme, ruhige Harmonie aus. Der Unterschied zu Karlsruhe bildete ein der Ost- und Hauptfassade vorgesetzter, halbrunder Tempietto, der auf den Felsendom in Jerusalem Bezug nahm, damit die Erinnerung an den Tempel Salomos vermittelte und folgerichtig in seinem Inneren den Toraschrein barg. Der Innenraum der Synagoge hatte Emporen für weibliche Gottesdienstbesucher, Chor und Orgel. Es war eine ganz und gar ungewöhnliche Situation, dass der Besucher, wenn er die Synagoge im Osten betrat, dem Aron haKodesch nicht entgegen, sondern daran vorbei schritt und dem Alterheiligsten zunächst den Rücken kehrte. Ein grundlegender Umbau ließ sich in den 1920er Jahren realisieren. Er fügte dem bestehenden Gebäude im Westen einen nur erdgeschossigen, eingezogenen chorartigen Anbau hinzu, in dem es einen Betsaal für die Werktagsandachten gab. Vor allem aber verlegte man die Haupteingänge nach Westen. Zehn Jahre später wurde dieses Gotteshaus von Nationalsozialistischen Parteigenossen niedergebrannt. Heute steht an seiner Stelle eine Feuerwache. Nicht vergessen - Synagoge Bruchsal 1881 - 1938 |
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