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Israelitische Gemeinde Freiburg

Nussmannstr. 14
79098 Freiburg
Tel. 0761/3830967

 

  Alte Synagoge in Freiburg an

 Werthmannplatz

  Architekt: Georg Jakob Schneider,

 1869/70 erbaut, 1926 umgebaut,

 1938 zerstört

Mit der Vertreibung der Juden aus Freiburg im Jahr 1424 erlöst das Leben der seit 1281 bezeugten mittelalterischen Judengemeinde. Erst mehr als 400  Jahre später, nach dem Emanzipationsgesetz von 1862, konnten Juden wieder in Freiburg das Bürgerrecht erwerben. Bei der Gründung der Jüdischen Gemeinde 1864 besaßen immerhin schon neun der 35 Wählenden das Bürgerrecht.
Der anfänglich genutzte Betsaal am Münsterplatz sollte im Laufe der 60er Jahre durch eine Synagoge ersetzt werden. Dazu verkaufte die Stadt ein Grundstück am Rande der mittelalterlichen Bebauung auf einem der abgetragenen Reparts. Mit finanzieller Unterstützung der Mannheimer Gemeinde wurde der Bau diese Synagoge 1870 abgeschlossen.
Als Architekten konnten die Gemeinde den Gewerbeschuldirektor G.J. Schneider gewinnen, dessen bekanntestes Gebäude das 1859-1861 errichtete "Colombischlößchen" in Freiburg war.
Als die Synagoge nicht mehr genug Platz bot, erhielt sie 1925/26 an der Frontseite eine Erweiterung, bei der Rundbogenfenster und ein neoromanisches Fries die Verklammerung zum Hauptbau darstellten.
Das Gebäude wurde in der Reichspogromnacht zerstört.