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Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe |
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Alte Synagoge in Karlsruhe in Kronenstraße
Architekt: Josef Durm, 1872/75 erbaut, 1938 zerstört. Rechts: die Synagoge in Kronenstraße von 1800, Architekt Weinbrenner.
Alte Orthodoxe Synagoge in Karl-Friedrich-Straße. Architekt: Gustav Ziegler, 1881
Die Entstehung der jüdischen Gemeinde in Karlsruhe kann mit der Gründung der Stadt (1715)
gleichgesetzt werden. Erst nach dem Emanzipationsgesetz von 1862, bekamen Juden die
rechtliche Gleichstellung mit den Christen. Dies spiegelte sich im starken Zuwachs der
Juden in Karlsruhe auf 2056 Personen. Innerhalb der Karlsruher Judenschaft kam es jedoch
gerade in dieser Zeit (1869) zur Trennung. Diese Aufspaltung ging so weit, dass nach dem
Abriss Weinbrenner-Synagoge zwei neue jüdische Gotteshäuser gebaut und zwei jüdische
Friedhöfe errichtet wurden. Die reformierten, liberalen Juden konnten sich mit dem
orientalisch geprägten Stil der Synagoge von Weinbrenner nicht mehr identifizieren. Als
Vorbild für den Bau der Synagoge diente dem Architekten Durm ohne Zweifel die in den 50er
Jahren des 19. Jahrhunderts von Ludwig Lendorf gebaute Synagoge in Mannheim. Ebenso wie
diese hatte sie einen prachtvollen Innenausbau, ähnlich dem einer katholischen Kirche.
Die orthodoxe Israelitische Religionsgemeinschaft beauftragten den Architekten Gustav Ziegel
mit dem Bau einer neuen Synagoge in der Karl-Friedrich-Straße. Die Einweihung dieser
Synagoge erfolgte am 28. November 1881.
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