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Ehemalige Jüdische Gemeinde Müllheim |
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Alte Synagoge in Müllheim in Hauptstraße
Architekt: vermutlich Georg Jakob Schneider,
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Müllheimes jüdische Geschichte reicht bis in das Jahr 1716 zurück, als
Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach vier jüdische Schützbürger
mit ihren Familien gegen einen jährlichen Zins in das südbadische
Dorf aufnahm. Ihre Zahl sollte rasch anwachsen, vor allem nachdem 1727
der Verwaltungssitz der markgräflichen Herrschaft Badenweiler nach Müllheim
verlegt worden war. 1729 wurde zwecks Anlegung einer Mikwe, des
obligatorischen rituellen Reinigungsbads, ein Grundstück
erworben. Bis zum Bau einer ersten Synagoge im Jahr 1754 begnügte
man sich damit den synagogalen Gottesdienst in einem Raum im
Privathaus eines Mitgliedes abzuhalten. Als Müllheims Judengemeinde
um das Jahr 1800 mit 20 Familien etwa 120 Personen zählte, wurde ein
Schulhaus gebaut. |
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bzw. ernähren mussten. Die relativ gute gemeindliche Infrastruktur sorgte
für ständigen Zuzug. In den nachfolgenden Jahrzehnten ging die Mitgliederzahl der
jüdische Gemeinde durch den Wegzug vieler ihrer Mitglieder in die größeren Städte stark
zurück. 1864 lag die jüdische Einwohnerzahl bei 422 Personen. |
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